
ZUR ZEIT BEI EMMAUS FREDRIKSDAL
Am achtzehnten September 2006 ist das Projekt „IT &
Wiedergewinnung“ angelaufen, in Zusammenarbeit mit der Svalöver
Arbeitsmarkteinheit, der
Flüchtlingseinheit, FöretagsAlliansen
in Svalöv nebst KoopUtveckling
in Schonen. Das Projekt wird teilweise von der Europäischen
Union/Europäischen Sozialstiftung finanziert.
Projektbeschreibung „IT & Wiedergewinnung“
Vier Teilnehmern wird eine 32 Wochen lange praktische Vollzeit IT-Ausbildung
bei Emmaus Fredriksdal angeboten : vom achtzehnten September 2006 bis
zum achtzehnten Mai 2007. Unter Anleitung lernt man den theoretischen
und praktischen Verkaufsabschluß über das Internet.
Die meiste Zeit wird man unter der Begleitung unserer Mentoren damit
verbringen, die praktischen und theoretischen Teile unserer Wiederauf-bereitungsarbeit
zu lernen.
Absicht und Ziele
Das Projekt soll Menschen, die zur Zeit aus verschiedenen
Gründen ausserhalb des Arbeitsmarkts stehen, wieder grössere
Möglichkeiten geben an ihm teilzuhaben und auf diese Weise mehr
an der Gesellschaft teilzunehmen. Auch das Angebot der Arbeitskraft
als Ganzes wird dabei erhöht. Nach dem Abschluss des Projektes
sind die Teilnehmer besser gerüstet in den normalen Arbeitsmarkt
einzutreten, zum Teil weil sie sich bestimmte Erfahrungen und Fähigkeiten
innerhalb des webbasierten Gewerbebetriebes verschaffen haben, und
zum Teil weil sie wichtige Arbeitslebenserfahrung innerhalb verschiedener
Berufszweige bekommen haben.
Mit unseren Arbeitspartnern werden wir die besten Voraussetzungen schaffen,
damit der Arbeitssuchende Anstellung bekommen kann oder die Initiative
ergreifen kann einen eigenen Betrieb zu eröffnen auf Grundlage
seiner Projekterfahrungen.
Seit langem pflegen wir eine gute Zusammenarbeit mit der Sozialbehörde
und dem Arbeitsamt von Svalöv, was eine gute Grundlage für
die künftige, erweiterte Zusammenarbeit ist.Als Modell soll das
Projekt auch zu einer vertieften Zusammenarbeit zwischen Emmaus Fredriksdal
und dem Arbeitsamt, dem Flüchtlingsamt und anderen Beteiligten
in Svalöv führen. Des weiteren bereiten wir grössere
Arbeitsprojekte vor, die mehr Arbeitsplätze innerhalb der Kommune
schaffen werden. Durchgehende Themen des Projektes.
Gleichberechtigung
Das Projekt steht für erhöhte Gleichberechtigung
zwischen Frauen und Männern. Die Geschlechterrollen der traditionellen
Berufe werden aufgehoben und alle Teilnehmer als Individuen mit eigenen
Fähigkeiten und Voraussetzungen behandelt. Infolge dessen wird
jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin sämtliche Arbeitsaufgaben
ausprobieren und so Ausbildung und praktische Erfahrung auf allen
Gebieten des Projekts erhalten. Auch Gleichberechtigung in anderen
Bedeutungen, zum Beispiel ethnischer Herkunft und funktionellen Behinderungen,
wird man berücksichtigen und aktiv angehen, da gleiches Recht
auf Arbeit für alle herrscht.
Unsere Bestrebung ist es, daß die Hälfte aller Teilnehmer
Frauen, beziehungsweise Männer, seien. Die Hälfte des Personals
bei Emmaus Fredriksdal sind momentan Menschen ausländischer Herkunft.
Arbeit wird allgemein als wichtig für die Integrierung betrachtet.
Während des Verlaufes des Projektes werden die Teilnehmer Einsicht
ins schwedische Gesellschaftsleben bekommen und lernen, welche Normen
und Werte dem schwedischen Arbeits- und Familieleben zugrunde liegen.
IT und dauerhafte Entwicklung
Da das Projekt weitgehend
mit wiederaufbereiteten Materialien
arbeiten wird, werden wir uns
stark auf eine dauerhafte Entwicklung
konzentrieren, nicht nur örtlich,
sondern auch regional und global.
Dieses Verfahren zielt auf die Förderung langfristigen Umweltdenkens
und dessen weiterer dauerhafter Entwicklung. Die aktive Einsammlung
von wiederverwertbaren Materialien ist umweltfreundlich und trägt
zu einem dauerhaften Umdenken der Gesellschaft bei.
Vom Standpunkt der Umweltfreundlichkeit aus, wie auch rein volkwirtschaftlich
hat die Arbeit mit dem Einsammeln direkten Gewinn zur Folge, da die
eingesammelten Materialien und wiederverwerteten Produkte sonst auf
den Müllplatz gelandet wären. Deren weitere Behandlung würde
nicht nur auf Kosten der Kommune gehen, sondern es wäre auch eine
Verschwendung der Ressourcen der Erde. Ein solches Verfahren betrachten
wir als umweltschädlich, da es zu Verschmutzung führt und
Energie verbraucht.
Regionale und örtliche Entwicklung
Die Zusammenarbeit mit Kooputveckling in Schonen, FR Design
i Lund und mit der Kommune Svalöv dient der regionalen Entwicklung.
Diese Zusammenarbeit schafft eine Vorbereitung für das Arbeitsleben,
und erhöht dadurch die Volkwirtschaft. Als gelungenes Modellprojekt
wird es Voraussetzungen schaffen für eine Vielzahl neuer Projekte,
was grosse Bedeutung hat für eine so kleine Kommune wie Svalöv.
Das Projekt wird teilweise von der
Europäischen Union/Europäischen Sozialstiftung finanziert
und erfüllt die Kriterien für Wachstum, Ziel 3, örtliche
Entwicklung, Einsatzgebiet 4.
